Document tb5nj6p4

Title: Test Doc Lock Screen

Topics: Lobbycloud
Organisations: Datenfreunde

Der kontextbasierte Sperrbildschirm Die Zukunft des Journalismus liegt auf dem Sperrbildschirm. Journalisten müssen ihre Informationen entsprechend aufbereiten, um weiter Zugang auf den "Lock Screen" der Smartphones zu bekommen. Dabei kann die Information in der Größe einer Kachel dargestellt werden, mit kurzen Textinhalten, einer Audiospur oder einem Video. Der Medium-Beitrag zum Abgesang auf die Apps [LINK ARTIKEL MEDIUM] zeigt bereits sehr polemisch das Grundproblem, auf das wir zusteuern: Die Installation von Apps lässt rapide nach, die am meisten genutzten Apps beschäftigen sich mit Interaktion und Kommunikation zwischen unterschiedlichen Gruppen von Menschen. Jeder Inhalt ist dabei ein Stück Kommunikation und somit in einem conversational OS [LINK WEARABLE MEDIUM] abbildbar. Ein weiteres Beispiel für den "rise of the push notifications" ist eine persönliche Beobachtung meines Smartphone-Akkus: Inzwischen verbraucht mein Sperrbildschirm den meisten Teil meiner Akkuleistung, weil ich wegen des aktuellen Android-Systems direkt über den Sperrbildschirm auf die push notifications interagieren/reagieren kann. Die Hauptkommunikation wird zukünftig mehrheitlich über den Sperrbildschirm erfolgen. Die Apps werden dann nicht mehr aktiv benutzt, sondern sind nur noch Ankerpunkt, die einmal installiert in Vergessenheit geraten. Die push notifications werden mit ihnen vom Nutzer nicht mehr in Zusammenhang gebracht. Fluch und Segen der push notifications Werden push notifications schlecht bespielt, werden sie schnell deaktiviert. Damit ist der Zugang zu diesem Nutzer erst einmal verloren. Werden die push notifications aber richtig eingesetzt, werden sie zu einem wertvollen Begleiter und ermöglichen Publishern einen Platz im Leben des Customers. Sie erfahren die heiß begehrte Aufmerksamkeit. Die Umsetzung einer segensreichen push notification ist aktuell nicht einfach, denn noch sind sie meist nur dumme Textmeldungen. Was fehlt sind tiefergehende und kontextbasierte Reaktion auf die aktuellen Umstände und Interessen des Nutzers. Microsoft hat zu diesem Thema in Seattle ein so genanntes future home, in dem der Konzern versucht, die Zukunft der Arbeits- und Wohnwelt zu denken. Ein zentrales Element ist das Erkennen des Jetzt, um die richtige Information zur richtigen Zeit auszuspielen. Im future home ist exemplarisch ein Coffeeshop aufgebaut, in dem zum Beispiel ein Plakat mit der Konzertankündigung einer fiktiven Band angepriesen wird. Als Smartphone-Benutzer fotografiere ich das Plakat oder hebe meine Kamera in Richtung des Plakats, um Interesse daran zu signalisieren. Ähnlich der Sprachsteuerung bei Alexa wird der Inhalt automatisch analysiert und mit meinem Kalender abgeglichen. Ist der Termin bei mir noch frei und vielleicht auch beim Lebenspartner, werden automatisch zwei Tickets gekauft. In diesem Szenario werden die Tickets automatisch gekauft, der Nutzer bekommt als push notification den Hinweis: "Du hast Zeit für das Konzert, ich habe Dir zwei Tickets bestellt, möchtest Du noch abbrechen?" Das klingt auf den ersten Blick bedrohlich, zeigt aber auch den Weg, den wir gerade beschreiten: Entscheidungen werden für mich vorentschieden, ob nun bei der personalisierten Nachrichtenauswahl [LINK XMINUTES] oder bei der personalisierten Auswahl von Produkten des Alltags. Letztendlich kann ich als Nutzer die Angebote aber nur noch deaktivieren anstelle eines vorherigen aktiven Dialogs. Das Beispiel des Ticketkaufs passiert, ohne dass eine App aktiv aufgerufen werden muss oder der Nutzer einen Kaufvorgang einleiten muss. Der gesamte Vorgang findet nur noch auf dem Sperrbildschirm statt. Die Technologie des Smartphones verschwindet damit hinter einem kontextbasierten Sperrbildschirm, dem context screen. Damit wird klar: die Technologie wandert auf den contextual first screen, und mit ihr auch die Aufmerksamkeit des Nutzers. Zukünftig müssen sich Journalisten sehr viele Gedanken über das Wie der Bespielung des Sperrbildschirms machen. Wir denken, dass die dauerpräsente Nachrichtenkachel eine Lösung sein kann, die kontextbasiert mit gerade passenden Inhalten [LINK XMINUTES] bespielt werden kann. Das kann neben kurzen Texten eben auch Audio oder Video sein und empfiehlt passende weitere Inhalte Das Smartphone-Betriebssystem Android bietet bereits viele Möglichkeiten, direkt auf dem Sperrbildschirm zu agieren, iOS von Apple will in Kürze nachziehen und aktuelle Screenstudien [LINK ZU DESIGNSTUDIEN WIE THEME MARSHMALLOW] bestätigen die schnelle Entwicklung hin zum wichtigsten Interaktionspunkt am Smartphone: dem context screen Gerade Medienunternehmen müssen sich Gedanken machen, wie sie darauf reagieren, um den rasanten Übergang von der hauseigenen App zur alles bestimmenden push notifications selbst mitgestalten zu können. Pro Tipp: wer auf dem Laufenden bleiben will, was andere Medien so machen, sollte unbedingt dem Twitter-Projekt @pushthepush von Martin Hoffmann und Theresa Rentsch folgen Marco Maas

Short Link

Document Info

  • Language: fr
  • Detected Language: deu
  • Created: April 11, 2017 4:29 PM
  • Last Modified: January 1, 1970 1:00 AM
  • Pages: 2
  • Encrypted: No
  • Dimensions: 595 × 842
  • Filesize: 47.11 KB
  • SHA1 Hash: 9a4b40866b5815e299bbb9ac3fcc5511d3f7b153